Thomas Eichhorst

Autor


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Wir liebten dieses rauschhaft Exzessive. Es war wie ein Spiel – wie eine rasende Talfahrt –, bei der man sich selbst überholte und blindlings auf ein unbekanntes Ziel zujagte. Sie war sechzehn, ich war siebzehn. Eigentlich passten wir gut zusammen, wenn da nicht diese Affinität zur Selbstzerstörung gewesen wäre, die wir gegenseitig triggerten. 

Andererseits gab es diese innigen Momente, in denen wir beieinandersaßen, redeten oder einfach nur schwiegen. 

„Kennst du das?“, fragte sie mich eines Tages. „Dass alles zu viel ist? Dass das Leben schmerzt? Dass Schönheit weh tut? Manchmal sind mir schon die Sterne zu viel. Oder der Wind. Und dann gibt es diese Momente, in denen ich einen Baum sehe – einen See, eine Wiese oder eine alte Frau – und ich beginne zu weinen. Manchmal sehne ich mich nur nach Ruhe.“  

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Aus:  Schikane                

Romanmanuskript                                                                                                                                                                                                                                                                

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Thomas Eichhorst, geboren 1964 in Hamburg, absolvierte zunächst eine handwerkliche Ausbildung und studierte anschließend Sozialpädagogik. Über drei Jahrzehnte arbeitete er als Diplom-Sozialpädagoge und Therapeut in der Drogenhilfe sowie in der Kinder- und Jugendhilfe.
In seinem autofiktionalen Roman Schikane verarbeitet er eigene Erfahrungen aus der Hamburger Subkultur der 1970er- und 1980er-Jahre sowie prägende Begegnungen mit Spiritualität und Trauma. Sein Werk gewährt einen authentischen Einblick in eine Jugend und das junge Erwachsenenalter zwischen Gewalt, Rebellion und Selbstfindung.
Heute lebt Thomas Eichhorst als freier Autor mit seiner Familie in Schleswig-Holstein.


Ab dem 26. März 2026

erhältlich, 

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Wenn du im Hamburg der 70er- und 80er-Jahre in einer Neubausiedlung aufwächst, dein Vater ein gewalttätiger Säufer ist und die Schule einem Mysterium gleicht, bleibt dir nur eins: eine Punkband gründen, Bier trinken und den ganzen Wahnsinn – die Spießer, Atomraketen und Tschernobyl – nicht so ernst zu nehmen. 

Doch der Ernst des Lebens ist gnadenlos, und irgendwann schlägst du dich mit cholerischen Arbeitgebern, Uniformierten und der Frage herum, was der Song »Birth, School, Work, Death« von den Godfathers mit dir zu tun hat. 

Eine lakonische, eindringliche Geschichte über Herkunft, Wut und Enttäuschung und die Suche nach einem Ausweg – tragisch, hart und humorvoll zugleich.